Deutschland – Niederlande 2:1 

Internationales Flair beim Autocross in Rütenbrock. Drei Nationen am Start.

Was in diesen und kommenden Tagen die Fußballnationen beschäftigt, fand in etwas anderen kleineren Dimensionen im emsländischen Rütenbrock statt.

Zwar war dieser Wettkampf auch auf losen Untergrund, aber in der Auto-Cross-Arena des Casper Gerd Rings, wurde nicht der Ball bewegt, sondern starke PS Boliden auf vier Rädern.

Was für den Fußballer die richtige Besohlung ist, war für die 209 Akteure aus drei Nationen die richtige Bereifung.

Rekord beim MSC Rütenbrock. In ein ausverkauftes Stadion einzulaufen ist wohl ein besonderes Erlebnis eines Fußballers.

Ähnlich muss es wohl sein, beim Pfingstrennen des MSC Rütenbrock am Start zu stehen, um sein Hobby vor über 6000 Zuschauern ausleben zu können.

Einfach ein tolles Gefühl.

Wie bei der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ging es auch am Pfingstsonntag darum, sich für das große Finale zu qualifizieren. Hier wurde nicht nur um einen der begehrten Pokale gekämpft, sondern auch um sehr hohe Preisgelder und weitere Punkte für die Nordwestdeutsche Autocross-Meisterschaft.

Kommen wir zum Spiel – bzw. Rennverlauf:

Das 1:0 – die Führung der Deutschen – wurde vom Team Lammers Motorsport eindrucksvoll beim Bahnrekord herausgefahren.

Mit nur zwei Zehntel-Sekunden Vorsprung vorm schnellen Niederländer Lammert Brink in einer Zeit von 20,43 holte sich Gerd Robben(D) den Sieg.

Die Reaktion der Niederländer ließ nicht lange auf sich warten.

Im kleinen Finale der Tourenwagen war es Ton van Leeuwen auf einem ultraschnellen Mitsubishi Lancer Evo. Gerade einmal 3 Runden benötigte er das komplett angetretene Fahrerfeld, aus der letzten Reihe startend, hinter sich zu lassen. Quasi ein Sturmlauf durch die gegnerische Mannschaft. Die restlichen 4 Runden waren nur noch die Kür, und der verdiente 1:1 Ausgleich war perfekt. Der Niederländer nahm einen riesigen Pokal und 500 Euro Preisgeld entgegen. Wir sind guter Dinge, dass wir ihn noch öfters im NWDAV zu Gesicht bekommen.

Die entscheidende Phase:

Der große Tagesendlauf der Spezialcrossfahrzeuge. Wer nimmt den Sieg mit nach Hause!?!? Auf den ersten acht Plätzen landeten jeweils vier Niederländer und vier deutsche Teilnehmer. Eine auf dem Papier und auf dem ersten Blick gleichwertige Geschichte. Aber kein geringerer als Mario Hanneken(D) ließ gar nichts anbrennen, und fuhr einen sicheren Sieg für die Deutschen heraus, was gleichzeitig den Endstand von 2:1 bedeutete.

Ein gutes Omen für das zweite Vorrundenspiel der Europameisterschaft zwischen den Adlern und Oranje? 

 

Autor Mark Kiepe