„Die Bahn ist frei, wir können starten“ So tönt es am 29.04 2012 wieder aus den Lautsprechern. Die Motoren heulen auf, das erlösende Lichtzeichen setzt das Fahrerfeld mit ihren Rennboliden in Bewegung. Bewegung scheint es auch wieder im NWDAV zu geben – was gibt es Neues, wo geht es hin mit ihm ??

Wieder wurde im Winter an einem einheitlichem Reglement gefeilt, um bei Doppel- und Dreifachveranstaltungen mit dem Deutschen Rallye-Crossverband und dem West-Deutschen Autocross-Verband an einem Strang ziehen zu können. Ziel war es hierbei, den Fahrerinnen und Fahrern noch mehr Chanchengleichheit zu gewähren, und den Veranstaltern flüssige Abläufe am Renntage zu sichern. Die wichtigsten Änderungen sind, dass es numehr ein optisch einheitliches Startnummersystem gibt, ähnlich der Holländischen Autocrossmeisterschaft (NK). Dieses angeglichene System soll der Zeitnahme die Arbeit auch unter schwierigsten Sichtverhältnissen vereinfachen, um so natürlich auch strittigen Entscheidungen aus dem Weg gehen zu können. Vieldiskutiert aber sinnvoll!!

Auch auf sportlicher Ebene wurde einigen Klassen der letztes Feinschliff verpasst. Die Klasse 7 wurde nach der Entscheidung der Jahreshauptversammlung im Dezember wieder getrennt: Bedeutet, dass die Spezialcrossfahrzeuge mit Motorradmotoren bis 1150ccm wieder eine eigenständige Klasse(10), technisch identisch mit dem DRCV und WACV, ist. Die Klasse 7, heckangetriebene Spezialcrossfahrzeuge mit 1600ccm, Vergaser, -und Achtventil-Technik, die nun vorraussichtlich etwas schwächer besetzt scheint, bekommt Zuwachs. Auf reinen NWDAV Einfachveranstaltungen sollen diese Fahrzeuge, die sich zwar technisch auf hohem Niveau befinden, aber in den anderen Klassen leistungstechnisch nicht mehr wirklich Anschluss finden, quantitativ wie qualitativ aufgebessert werden, um die Klasse 7 längerfristig zu erhalten. Deshalb sollen in einem Versuchsjahr auf Tageslizenz Spezialcrossfahrzeuge und Flachkäfer mit 1600ccm PKW-Motoren, Mehrventiltechnik und Vergaser mit einem 40er Einlass zugelassen werden, um sich mit den reinrassigen Klasse 7 Fahrzeugen außerhalb der Meisterschaftswertung unter gleichen Bedingungen zu messen.
Ein Versuch, der sich vielleicht bezahlt macht!?!? Schön wär´s! Unter anderem, um die beliebten Flachkäfer aus den Niederlanden bei uns zu integrieren.

In der Einsteigerklasse der „Spezis“ wurde eine zweijährige Karenzzeit veranschlagt, die bei gleichbleibenen oder geringerwerdenen Starterzahlen leider zur Folge hat, dass sie eingestampft wird. Hier haben es die Fahrer oder Interessierte selbst in der Hand, was Ende 2013 mit den Einsteigern passiert.

Personell hat sich auch einiges getan. Eine komplett neue Zeitnahme wird es mit Heinz-Gerd Hans und Nadine Weinberg geben. Unterstützt und eingearbeitet werden sie von Jörg Romberg, der parallel auch als zweiter Schriftfüher fungiert. Angeführt im Vorsitz wird der Verband nach den letztjährigen Wahlen von Hartmut Rickling und seinem Vertreter Christian „Schumi“ Overmeyer. Das Finanzielle Wesen, übernahmen Ralf und Kerstin „Kiddy“ Brand. Die Korrespondenzarbeit unterliegt Steffi Rickling. Obmann der Sportkommissare ist Torsten Schütz. Verantwortlich für technische Fahrzeugfragen ist Werner Penning. Das Amt der Fahrersprecher bekleiden Mark Kiepe und Jan Cor Ottjes(NL), und stehen bei Problemen den Fahrerinnen und Fahrern gerne zur Verfügung.

Elf geplante Veranstaltungen und sehr viele Meisterschaftsnennungen im Vorfeld lassen bei hoffentlich besseren Wetterbedingungen als 2011 auf eine tolle Saison hoffen, sportlich wie organisatorisch.
Der Vorstand mit all seinen Helfern und Funktionären heißt alle Fahrer, Teams und Freunde des NWDAV rechtherzlich willkommen.

Autor Mark Kiepe